SPONSION DER STUDIENRICHTUNG "ELEKTROTECHNIK UND TELEMATIK"

am 12. März 1998

Wesentliche Punkte der Sponsionsrede

gehalten von

Dr. M. Schneeberger

Einleitung - Dank

Hinweis auf die gute Kooperation mit der Technischen Universität Graz im Forschungsbereich

Wertschätzung der Absolventen der TU Graz im Unternehmen

Gratulation, 50 % der Studenten schließen das Hochschulstudium ab

Situationsanalyse:
Vor knapp 10 Jahren ist das kommunistische System alter Prägung zusammengebrochen, die USA hat die Führung als Weltwirtschaftsmacht ausgebaut, Strukturveränderungen und Liberalisierungen haben ein starkes Wirtschaftswachstum in USA ausgelöst. Die Wirtschaft fordert eine Aufhebung der Einwanderungsquoten, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte, um das Wirtschaftswachstum speziell im Bereich der Hochtechnologien und der Innovationen weiter aufrecht erhalten zu können. Fachkräfte werden insbesondere in Europa und Asien gesucht.

Asien:
Asien befindet sich in einer partiellen Strukturkrise, das hohe Wirtschaftswachstum des letzten Jahrzehnts wird abgeschwächt werden, stabilisierender Faktor ist China, viele Jobs in Europa, insbesondere im High-Tech-Bereich hängen von der weiteren Entwicklung in Asien ab. Stabilisierender Faktor ist China mit dem größten Investitionsprogramm der Welt im nächsten Jahrzehnt.

Europa:
Die Einführung der europäischen Währung ist ein bedeutsames Ereignis für das Entstehen des europäischen Wirtschaftsraumes, es besteht die Chance, eine zweite Weltwährung im Wettbewerb zum US-Dollar aufzubauen. Im Vorfeld der Einführung des Euro sind insbesondere die Konvergenzbemühungen der Wirtschaftssysteme der Länder der Europäischen Union von großer Bedeutung, auch für Österreich. Deregulierungen sind wesentliche Voraussetzungen für ein künftiges Wirtschaftswachstum und für die positive Entwicklung der Arbeitsmarktstrukturen in Europa.

Österreich:
Positives Umfeld, Deflation, positive Konjunkturentwicklung, Vorbereitung auf die Präsidentschaft (erstmalig in der Europäischen Union!).
Durch den Eintritt Österreichs 1995 in die Europäische Union ist Österreich zum erstenmal seit 1918 ein souveräner und demokratischer Staat ohne Fremdbestimmung geworden (Zusatzverpflichtungen zum Staatsvertrag sind aufgehoben!).
Durch den EU-Eintritt wurden der Republik Osterreich Rahmenbedingungen für die Wirtschaft aufgeprägt und zum erstenmal seit den 60er Jahren wurde die Staatsverschuldung der Republik eingebremst und der österreichischen Wirtschaftspolitik Rahmenbedingungen vorgegeben, welche zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich in Zukunft wesentlich beitragen werden.

Deregulierung:
Zur Sicherung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Europas wurden wesentliche Deregulierungen eingeleitet, welche auch starke Auswirkungen auf technische Arbeitsplätze haben werden, insbesondere sind die Deregulierungen bei Strom, Gas und Telekom von Bedeutung. In den Ländern der EU laufen die Deregulierungsgespräche seit beinahe 10 Jahren, Österreich ist in die Endphase dieser Entscheidungen, zum Teil nicht oder schlecht vorbereitet, eingetreten, auch für die Universitäten wird dies Auswirkungen haben. Es wird sich die Frage zunehmend stellen, ob die richtigen Absolventen zu vertretbaren Kosten ausgebildet werden (siehe Presseaussendung der Industriellenvereinigung vom 12. März 1998).

Abschluß:
Investieren Sie in eine europäische berufliche Zukunft, nutzen Sie Ihre Kreativität, stellen Sie sich dem Wettbewerb. Die Chancen stehen günstig für Sie in den nächsten Jahren.

GLÜCK AUF!